Welcher KI-Typ bist du?
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    Welcher KI-Typ bist du?

    Am Werkzeug scheitert fast niemand mehr. Woran es hängt, ist etwas anderes – und dafür gibt es jetzt fünf Typen, vom Verweigerer bis zum Trainer. In der Session haben wir sie gemeinsam angeschaut. Und einen Check gemacht, der in vier Minuten sagt, welcher du bist. Ergebnis: oft nicht der erwartete.

    SE
    Sebastian Eisenbürger
    9. Sept. 20263 Min.

    Letzte Woche wieder ein Implementation Day. Und wieder dasselbe Feedback: Leute setzen an einem Tag um, was seit Wochen liegt.

    Nicht, weil sie etwas Neues gelernt hätten. Sie wussten vorher alles.

    Das hat mich nicht losgelassen. Und ich habe in dieser Session versucht zu erklären, was ich seit anderthalb Jahren zu fassen versuche.

    Am Werkzeug scheitert fast niemand

    Prompten kann man lernen. Tools bedienen kann man lernen. Agenten bauen kann man lernen – wer will, bekommt das hin.

    Der Unterschied zwischen Stagnation und Fortschritt liegt woanders. Er liegt in der Art, wie jemand an die Sache rangeht. Man könnte Mindset dazu sagen. Ich mag das Wort nicht, weil es nach Kalenderspruch klingt. Aber es trifft es.

    Und was ich beobachte: Wer das mitbekommt, findet Abkürzungen, die andere nicht sehen.

    Fünf Typen

    Ich habe angefangen hinzuschauen, wie Menschen wirklich mit KI umgehen. Nicht was sie sagen. Was sie tun. Fünf Typen sind dabei herausgefallen:

    Der Verweigerer. Verschränkte Arme, zweite Reihe. "Ich hab das schon immer so gemacht." Meistens ist das keine Meinung, sondern Sorge, die sich als Prinzip verkleidet.

    Der Mitgeher. Hat ChatGPT, weil alle es haben. Wechselt zu Claude, weil alle wechseln. Nicht aus Faulheit – der Tag funktioniert seit zwanzig Jahren so. Es ist nur nie seins geworden.

    Der Anwender. Nutzt Tools, spart Zeit – sagt er. Und gibt die gesparte Zeit für das nächste Tool wieder aus, das jetzt endlich alles leichter macht.

    Der Builder. Baut eigene Werkzeuge. Und baut, und baut, und vergisst manchmal, dass ein Werkzeug fertig sein darf.

    Der Trainer. Hat nicht nur Wissen aufgebaut, sondern verstanden, was dahinter ist – und will es weitergeben.

    Das ist keine Rangliste. Wer auf Stufe zwei steht, ist nicht schlechter dran als jemand auf vier. Es ist ein Standort. Und Standorte ändern sich.

    Interessant wird es an einer Stelle: zwischen drei und vier. Bis zum Anwender nutzt man, was da ist. Ab dem Builder bringt man etwas hervor. Dieser Schritt ist kein Wissenssprung. Es ist ein mentaler. Sich zutrauen, etwas zu bauen statt nur zu bedienen. Verantwortung für ein eigenes System. Und Geduld.

    Being und Becoming

    Dann der Gedanke, der in der Session am meisten Resonanz hatte.

    Wir Menschen sind. Wir entwickeln uns, aber langsam – eine Erfahrung pro Tag, nicht ein Buch pro Tag. Die KI dagegen ist nicht. Sie wird. In jedem Dialog neu, geformt von dem, der fragt. Was nicht gefragt wird, existiert für sie nicht.

    Human Being. Artificial Becoming.

    Und daraus folgt eine Arbeitsteilung, die ich seit Langem erzähle und die jetzt greifbar wird: Das To-Do geht zunehmend an die KI. Das To-Be bleibt beim Menschen – urteilen, Beziehungen führen, Verantwortung tragen, die Richtung vorgeben. Das lässt sich nicht delegieren. Nicht an eine Maschine, und ehrlich gesagt auch nicht an andere Menschen.

    KI übernimmt nicht alles. Sie reduziert Widerstand.

    Zwei Fragen statt einer

    Jedes Programm fragt: Wo willst du hin? Fast keins fragt: Wo stehst du gerade?

    Dabei liegt dazwischen das, worum es eigentlich geht.

    Deshalb haben wir in der Session gemeinsam einen Check gemacht. Sechzehn Fragen, vier Minuten. Er sagt dir, welcher der fünf Typen du gerade bist – genauer: welcher von fünfzehn, denn jeder Typ hat drei Ausprägungen – und wo du in einem Jahr stehen könntest.

    Das Ergebnis war für einige nicht das erwartete. Eine Teilnehmerin, die sich als Trainerin gesehen hätte, landete beim Builder – und fand es beim zweiten Hinsehen zutreffend. Ein anderer hatte 70 von 100 und wollte sofort wissen, was die drei Ausprägungen bedeuten.

    Das ist der Punkt: Der Check sagt nicht, was du über KI weißt. Er sagt, wie du mit ihr umgehst. Und das ist das, was den Alltag entscheidet.

    Warum ich das mache

    Ich will wissen, wer ihr seid.

    Für jeden dieser Typen gibt es inzwischen Angebote, und ich will nicht raten, welches wo passt. Wer bleiben will, wo er ist, bekommt Klarheit, dass es mehr gäbe – und darf bleiben. Wer weiter will, erfährt, woran es hängt. Beim Mitgeher ist das etwas anderes als beim Anwender, und beim Builder wieder etwas anderes.

    Ihr bekommt euer Ergebnis. Ich bekomme ein Bild. Das ist der Deal.

    → Welcher KI-Typ bist du?

    Klick: https://ki-akademie-deutschland.com/ki-typ

    Vier Minuten. Ergebnis sofort, dazu ein kurzes Video zu deinem Typ. Das Video ist KI-generiert – bewusst. Was das mit dem Thema zu tun hat, siehst du darin.

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    Warum fast niemand am KI Werkzeug scheitert
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